Öffentliche Bücherregale: Teil 11

von Deborah von mirgetreu
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Heute möchte ich euch ein öffentliches Bücherregal mit eigenem Wachhund vorstellen:

Die öffentliche Bücherzelle in Fulda!

Weihnachten 2018 verbrachte ich, abseits des Trubels der einen Daheim erwartet, in Fulda. Der ursprüngliche Plan war, während der Weihnachtsfeiertage die Zeit zu Nutzen und eine bis dahin noch unbekannte Stadt zu erkunden. Tja, wäre mir da Mal nicht eine schöne Bronchitis samt Nebenhöhlenentzündung dazwischen gekommen ;). Also lag ich die meiste Zeit im Bett und konnte erst am letzten Feiertag Fulda besichtigen. Auch während meiner Blogpause habe ich weiterhin meine aussortierten Bücher in öffentliche Bücherregale gestellt, damit sich auch andere Menschen an den Geschichten erfreuen konnten. Bestimmt die Hälfte aller meine gelesenen Bücher steht in den unterschiedlichsten Bücherregalen in Deutschland verteilt. Dieser Umstand macht mich wirklich glücklich 🙂

In Fulda selbst habe ich zwar nichts mitgenommen, aber dennoch ein paar schöne Bücherregale entdeckt. Allen voran diese Bücherzelle, die mitten in der Altstadt steht.

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Bewacht von einem süßen Hund aus Holz, lädt die Bücherzelle zum Verweilen ein. Viele unterschiedliche Titel, nicht nur alte Konsaliks und Sachbücher, locken hier Jung und Alt. Generell gefallen mir öffentliche Bücherregale in alten Telefonzellen fast am besten, da die Bücher so optimal vor Wind und Wetter geschützt sind. Es gibt zwar die ausgeklügeltsten Systeme, unglaublich liebevoll gestaltete Bücherbäume oder sonstige kreative Einfälle. Aber die wenigstens bieten wirklich Schutz vor Nässe.

Leider scheint der “Hype” um die Bücherregale abzunehmen. Immer öfter sehe und lese ich von zerstörten oder ungepflegten öffentlichen Bücherregalen, die eher zu Müllkippen mutieren, anstatt sie ihrem eigentlichen Zweck zuzuführen. In meiner Nähe gibt es ein paar Bücherregale, denen ich regelmäßig einen Besuch abstatte, jedes Mal neue Bücher hineinlege und beim nächsten Mal auch nicht wieder antreffe. Aber besteht das Prinzip nicht aus Geben und Nehmen? Es wäre schön, wenn jeder, der diese Regale nutzt, diese auch zum Austausch verwenden würde. Nicht nur, um die Bücher seiner Großeltern loszuwerden. So werden diese Regale jedenfalls leider irgendwann aussterben.

Ihr findet alle öffentlichen Bücherregale, die ich auf dem Blog vorgestellt habe, unter folgendem Link:
https://mirgetreu.de/category/beitragsreihen/oeffentliche-buecherregale/


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2 Kommentare

Martinas Buchwelten 6. Februar 2019 - 18:07

Das stimmt leider! ich war so froh, dass der Bücherschrank auch in Österreich Einzug gehlaten hat =) Sogar in meinem kleinen Dorf ist nun einer und mittlerweile gibt es im Umkreis von 20km 4 Stück. Leider sind die meisten zu eben solchen “Müllkippen” geworden, wo Bücher aus den Siebziger Jahren entdorgt werden.
Aber ich habe noch Hoffnung, denn der letzte Bücherschrank, der in meiner ehemliagen heimatgemeinde im September eröffnet wurde, wird regelmäßig gewartet. Hier habe ich schon enige Bücher hingebracht und auch mitgenommen. Es sind auch hier die üblicen verdächtigen drinnen, aber auch neue Bücher. Jedes Buch wird abgestempelt, damit man es nicht weiter verkaufen kann. Auch eine tolle Idee! Mit einer regelmäßigen Wartung lässt sich sicherlich ein geordneter und guter Bücherschrank erhalten. Bis jetzt wird er auch sehr gut frequentiert.
Liebe Grüße
Martina

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Deborah von mirgetreu 10. Februar 2019 - 11:46

Liebe Martina,
das mit dem Stempeln finde ich eine richtig gute Idee! Ich hatte auch schon manchmal den Gedanken, dass die ganzen guten Bücher herausgenommen werden, um sie dann zu verkaufen. Das wäre zumindest richtig richtig schade.
Habe auch schon gesehen, dass manche vorne so einen Zettel reinkleben, um das Buch als “Wanderbuch” zu kennzeichnen. Also, dass das Buch immer wieder ausgesetzt werden soll, wenn jemand es gelesen hat. Find ich auch echt gut.
Ich frage mich echt was man sonst dagegen machen könnte. Glaube, das liegt einfach auch an den Menschen – kann man leider nicht alle umerziehen :/
Solange es noch ein, zwei gute Bücherregale in meiner Nähe gibt, werde ich immer meine Bücher dort hinbringen 🙂

Liebe Grüße,
Deborah

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